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Wakeskate bauen: Steifigkeit und Anbringung eines Motivs.

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Beitragvon Zig » 20. Nov 2010, 11:56

Hey!

Ich habe mich die vergangenen Tage mal durch alle Seiten hier im "selfmade"-Forum durchgewurschtelt, da ich selbst vorhabe, mir eins zu basteln.
Im Laufe der Zeit und mit den Anregungen in den einzelnen Threads habe ich mir nun schon unterschiedliche Dinge für den Bau überlegt. Doch einzelne Sachen wollt' ich euch trotzdem nochmal fragen:

1) Die Steifigkeit
Eigentlich in jedem Thread fällt der Name "Epoxidharz" (oder eines ähnliches Harzes). Jetzt weiß ich allerdings nicht, ob der Name einfach immer nur übernommen wird (so nach dem Motto "den hat auch ein anderer benutzt, also nutz ich ihn auch"), oder ob dieser Werkstoff wirklich das "nonplusultra" für diesen Zweck ist. Denn mein Hauptproblem derzeit ist es, ein Kompromiss aus Kosten und benötigte Steifigkeit zu finden. "Benötigte Steifigkeit" daher, da das Wakeskate eigentlich vorwiegend für das bloße Fahren im Wasser gebraucht werden soll (also ohne Obstacles etc., wo ja noch einmal andere Beanspruchungen hinzukommen würden). Ich will daher nicht nur nach "Hauptsache das Ding wird so fest wie möglich" gehen.
Daher meine Frage: Wie soll ich am Besten vorgehen?

- Wasserfester Kleber (für die Holzplatten) > nur eine mehrschichtige Lackummantelung
- Wasserfester Kleber (") > Epoxidharzummantelung > Lackummantelung
- Wasserfester Kleber (") > GFK (z.B. mit Epoxidharz) > Lackummantelung

(Wobei ich zugeben muss, dass ich nicht weiß ob "Lackummantelung" und "Epoxidummantelung" in dem Fall nicht das Gleiche ist. Zählt man Epoxidharz nicht auch zu einem Lack?)

Oder ganz was anderes? Spontan hätte ich die erste Variante bevorzugt, da ich da einfach n Kleber- und Lackeimer kaufen müsste. Aber vor allem hier bin ich mir bei der Festigkeit nicht mehr sicher. Und auch die "Wasserabweisung" sollte ja nicht zu vernachlässigen sein :D. Also wie gesagt: Die Festigkeit soll bloß der Beanspruchung genügen. Wäre cool, wenn sich hier jemand auskennt und mir ein paar Tipps geben kann.

2) Epoxidharz
Kurz noch zu dem Kunstoff 'ne Frage. Einmal lese ich, dass er toxisch sein soll. Das andere mal (z.B. auf der Gebrauchsanweisung von UHU endfest), dass er keiner Gefahrenklasse angehört. Das eine Mal lese ich, dass bloß die Verarbeitung (sprich im flüssigen Zustand) problematisch ist. Das andere Mal, dass es unproblematisch sei. (...). Was nun? :)

3) Grafiken
Und hier bin ich mir eigentlich am unsichersten. Ich will eigentlich selbst ein Motiv entwerfen und dies dann auf die Unterseite aufbringen. Nur wie? Airbrush kommt für mich nicht in Frage. Ich will das Motiv am Computer anfertigen und dann irgendwie auf eine Folie bringen. Allerdings weiß ich nicht,ob man da einfach so eine selbstklebende Folie draufbebben kann (-> Wasser?!). Auch hier habe ich mir überlegt:

... > Lack > Klebefolie > nochmal 'n paar Schichten Klarlack

Würde das so gehen? Oder löst sich die Folie trotzdem irgendwann ab? Aber anstelle dieser Folie, würde mir nichts Weiteres einfallen, wie ich etwas vom Computerbildschirm aufs Wakeskate bringen kann.

So das war jetzt ersteinmal viel Text. Wär bis hier hin gekommen ist, ersteinmal "Danke fürs Durchlesen" :). Wäre cool, wenn mir jemand bei diesen beiden Dingen weiterhelfen bzw. ein paar Tipps geben könnte.

Grüße
Zig
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GFK

Beitragvon hemei » 21. Nov 2010, 20:58

Hallo Zig

Zum Thema GFK gibt es hier Info

http://www.hp-textiles.de/

http://www.vonderlinden.de/

Polyester Harz ist billiger, riecht nur ein wenig also nicht im Haus verarbeiten

Zum Beispiel 1Kg Harz und härter 10,-
1,2M² Glasgewebe 223g/m² 4,-
1 Platte Jakodur auch nur wenige €

mit ca. 50,- bis 60,- sollte mann auskommen.

Gruß Helge
hemei
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Beitragvon stepnogorsk » 15. Dez 2010, 16:39

Kauf dir ein Wakeskate, selbst bauen lohnt nicht.
Polyester Harz ist nicht wasserdicht und nicht so hart wie Epoxy.
Dein Motiv kannst du am Computer entwerfen auf Gewebe drucken lassen und einlamenieren.
Ich habe auch mal eins gebaut http://www.wakeforum.de/viewtopic.php?t=10305 scheiß Arbeit, werde ich nie wieder machen.
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Beitragvon jarrik » 15. Dez 2010, 19:49

Die Steifigkeit hat übrigens fast nichts mit dem Gewählten Harz - Härter - System also der Matrix zu tun, sondern hängt fast komplett von der Kernform und dem Lagenaufbau ab. Solltest du davon keine Ahnung haben ist die endgültige Steifigkeit eines Faserverbundes reines Glücksspiel

-> Kaufen ist günstiger und du wirst später zufriedener sein, ich sprech da aus Erfahrung
Spass ist was ihr draus macht.
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Beitragvon Zig » 21. Jan 2011, 18:54

Ich bin gerade am basteln. Muss jetzt "nur noch" Lackieren und die Grafik aufbringen. Dann stells ichs hier mal rein...
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Beitragvon das|moks » 8. Apr 2011, 14:45

zum thema selber bauen oder nicht. wer spaß an praktischem werkeln hat sollte unbedingt mal ein board bauen. is was ganz anderes als "nur" gekauft.
kostenfaktor is ne sache, der man sich zwar bewusst sein sollte, die man dabei aber nicht abwägen sollte (kauf/eigenbau), später mehr dazu...
letzten herbst ist mein erstes wakeskate enstanden aus gfk, holz und epoxy und hat folgenden aufbau:

verwendetes holz:
-Birke Multiplex, 4mm, (3lagig verleimt)
-Pappel Sperrholz, 3mm (3lagig verleimt)

aufbau der base (14mm stark):

Birke
Pappel
Pappel
Birke

Aufbau der "Pops":

Birke
Birke
Birke
Birke

benötigt werden:

o.g. holzplatten
-epoxydharz (715g harz zu 450g härter (100:63) haben für alle klebe- und versiegelungsarbeiten gereicht)
-kleine lackierwalzen, pinsel
-o.g. holz
-grundriss-schablone (evtl. von anderem wakeskate abnehmen, is schwer die großen radien selber zu zeichnen)
-schraubzwingen (mind. 8 stk.), sonstiges werkzeug

bemerkungen:
kleber und harz : in meinem bericht ein und dasselbe.
Laminat: hat erstmal nichts mit cfk oder gfk zu tun, heißt nur "schichtverbund" (z.b. aufeinandergeleimte holzplatten)

die folgende beschreibung ist mithilfe der angefügten skizze hoffentlich nachvollziehbar.
auf eine steife grundplatte habe ich parallel 2 kanthölzer (etwa 30x30mm, je nach gewünschter rockerhöhe) in etwa 1m abstand zueinenander geschraubt. anschließend wurden alle holzplatten grob auf 1200x500mm zugesägt, beidseitig(!) mit epoxy bestrichen und danach in der o.g. reihenfolge aufeinander gelegt (natürlich die oberste und unterste seite nicht mit epoxy versehen :P ). dieses laminat wird nun auf die vorhin erwähnte apparatur gelegt und ausgerichtet (wer sorgfältig ist, schraubt an die grundplatte noch eine leiste dran, die rechtwinklig zu den kanthölzern ausgerichtet ist, dann muss man die grade verleimten bretter nur noch an diesen anschlag ranschieben). so, dann kommt oben noch eine ebenfalls steife holzplatte mittig drauf (so breit wie das Laminat und etwa 500mm lang). auch hier macht sich vorheriges anzeichnen bezahlt, damit man nich mehr groß rumkorrigieren muss. jetz muss das ganze konglomerat gepresst werden. zuerst wird die eben erwähnte platte gleichmäßig(!) runter gedrückt bis nüschd mehr geht, d.h. bis das wakeskate auf der grundplatte aufliegt und wird nun mit 4 schraubzwingen festgeschraubzwungen. durch das herunterdrücken hat sich an den beiden enden schon eine recht schöne parabelförmige biegung gebildet. durch das unterschiedliche biegeverhalten der holzarten kann es aber sein, dass sich kleine abstände zwischen den platten gebildet haben. diese gilt es jetzt auszugleichen, d.h. wir brauchen noch ein paar schraubzwingen und am besten 50cm lange 4kanthölzer, mit denen wir die lagen wieder zusammenpressen können (vorsicht: hier nicht wakeskate und grundplatte zusammenzwingen sondern nur das wakeskate, sonst macht ihr die schönen rundungen "eckig".
anhand von rausgedrückten klebertröpchen kann man mit fingernagel prüfen, ob das harz gut ausgehärtet ist. bitte erst die zwingen lösen wenn man keine riefen mehr reindrücken kann. und bitte nicht direkt nach dem entformen draufspringen und die stabilität der rocker prüfen, das harz benötigt wirklich 24 std. (manche harze auch länger) um seine endfestigkeit zu erreichen! nun hat man schon mal das grobe 3 stage rocker profil.
jetzt hat man die wahl der qual.
qual 1: man klebt die schablone auf, sägt das board aus, schleift, haut 2-3 lagen epoxy drauf, griptape und gut. dann hat man n brett mit dem man fahren kann... aber das is ja nich das, was man will. also wählt man qual 2: aus dem holzverschnitt bauen wir nämlich noch die aufdopplungen für tip und tail (wer weiß, wie die im jargon heißen, darfs gerne sagen), sowie die leisten rechts und links (zur verstärkung und für shuvits etc.). wie der aufbau is, sieht man am besten auf den bildern. ich habe holzstreifen verschiedener breite (der unterste etw 120-150mm breit) schichtweise auf tip und tail geklebt. auch hier vorsicht: die streifen alle mit harz beschmieren, auf tip/tail schichten und dann verpressen, nicht erst die streifen seperat verleimen und dann auf board kleben, weil der verbund dann so steif ist, dass es die schöne biegung "begradigt". die verstrebungen entlang der ränder rechts und links kann man seperat verleimen, da das board in diesem bereich ja sowieso eben ist. sind alle teile verklebt, kommt jetzt auf die unterseite die schablone drauf (am besten mit doppelseitigem tape befestigen) und das board wird möglichst genau ausgesägt (5mm bearbeitungszugabe).
nun geht die richtig ätzende arbeit los: man nehme einen hobel und beginne mit dem abhobeln der "stufen" (siehe bilder). bei der gestaltung der außenkanten ist kreativität gefragt, dafür gibs keine erklärung außer: schleifklotz, 40er schleifpapier droff und shapen, shapen, shapen... dazu kann ich nich viel sagen, außer dass es ziemlich meditativ is. (nich weils so entspannend is, sondern weils so lange dauert d: ). erst wenn die form so ist, wie man sie haben will (d.h. alle kanten und ecken weg die nich da sein sollen), lohnt es sich, feineres schleifpapier aufzuziehen. ich hatte die abstufungen P40, 80, 100, 120, 240, 400, 600, (1000). die tausend muss man sich denke ich nich geben.
nur einige worte zum design auf der unterseite, da ich damit auch wenig erfahrung habe. zuerst wurde die unterseite mit einer schicht epoxy versehen. ich entschied mich ein maori-motiv zu erstellen, bzw. habe eins modifiziert. das habe ich auf klebefolie aufgebracht, ausgeschnitten und aufgeklebt. geplant war einfaches stenciln mit sprühdose, aufgrund der filigranen linien entschied ich mich jedoch für einen edding, mit dem man gezielter füllen konnte. nach dem entfernen der schablonenfolie und einiger nachbesserungsarbeit schnitt ich glasfilamentgewebe (163g/qm) auf etwa 1100x500mm zu. dann wurde die unterseite des boards mit einer ordentlichen schicht epoxy bedeckt und die glasfaser matte trocken aufgelegt. mit einer lackwalze rollte ich nun solange über das gewebe, bis es getränkt war... 24h warten. das überstehende glasfaserzeugs kann mit einer schere/cutter abgeschnitten werden (cutter danach bitte in den müll werfen, die sin für nix mehr zu gebrauchen :D).
es geht nun an die feinarbeit: man nehme eine neue lackwalze und lege einen pinsel bereit. wichtig: waschbenzin und einen baumwolllappen nehmen und das ganze board reinigen (man glaubt nich, wie viel fett man da nur durch anfassen aufbringt). dann werden abwechselnd 2-3 schichten harz aufgebracht, jeweils ober- bzw. unterseite und die außenkanten! warten, trocknen lassen. dann umdrehen und die jetzt obenliegende seite bestreichen plus die außenkanten, also dass die kanten nachher doppelt soviel schichtstärke haben wie die beiden oberflächen (weil die ja auch am ehesten irgendwo anecken). präzise arbeiten zahlt sich aus: zum umdrehen handschuhe anziehen!
Als letzten schritt holt man sich ein griptape (auf anfrage lass ich euch gerne n kontakt zukommen), klebts auf und los geht das...
bin bei den maßen 1010x395mm auf 4.2kg gekommen.
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Beitragvon das|moks » 8. Apr 2011, 14:51

noch ein paar bilder vom weiteren werdegang:
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Beitragvon Hansen » 8. Apr 2011, 16:51

Sehr hübsch!
Wie hast du das Motiv gemacht?
Gewebe einlaminiert?

Grüße
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Beitragvon das|moks » 8. Apr 2011, 17:01

wie im bericht beschrieben: holz mit epoxy versiegelt, schablone aufgeklebt, mit edding ausgemalt, schablone abgezogen, nachgearbeitet weil die kanten verlaufen sind, gfk drüber. mit filzmarkern und epoxy immer vorversuche machen, hab da schon böse überraschungen erlebt (hängt teilweise glaube ich sogar von der marke des filzmarkers ab).
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Beitragvon Philipp » 8. Apr 2011, 17:02

sehr nice:) könnt zwar etwas bunter sein aber gefällt mir auch von der form super
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Beitragvon das|moks » 8. Apr 2011, 17:15

klar, is geschmacksache. meiner meinung is an den ganzen cables schon genug trashige farbe unterwegs 8) und die holzoptik wollt ich weitestgehend erhalten, deshalb auch nur so ein minimalistisches design. hab auch die oberseite nich komplett mit grip abgedeckt:
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