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neues Bootsprojekt in Deutschland

Themen rund ums Wakeboarden am Boot

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Beitragvon megasunnyboy » 19. Mär 2015, 17:37

Hi,

ich arbeite seit einiger Zeit an einem Projekt, bei dem es um das Design und Bau eines Bootes für das Wakeboarden und –sufen geht. Das Ziel ist es ein Boot zu entwickeln, welches in Europa entwickelt und produziert wird. Dazu habe ich mit einem Team von Bootsentwicklern aus Deutschland zusammen getan, die den Teil der Konstruktion übernommen haben. Wir haben bereits einiges an Vorarbeit geleistet und unser Ziel ist es, Ende 2015 ein fertiges Boots zu haben.

Trotzdem wird noch einiger Schweiss den Bach runter fliessen und die kommenden Monate werde anstrengen, aber auch spannend sein. Die Fortschritte werde ich dokumentieren, so dass ihr hoffentlich auch etwas Lesespass habt. Für Anregungen, Vorschläge, Kommentare bin ich offen.

Daher habe ich eine Facebook-Gruppe eingerichtet, auf der ihr alles nachlesen könnt. Und falls die Mods nix dagegen haben, werde ich auch im Forum über die Fortschritte posten.

Gruss
Jürgen

Facebook: https://www.facebook.com/groups/834577863244357/
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Beitragvon KTM525 » 25. Mär 2015, 19:12

Da haben wir, jedenfalls ich, ganz sicher nichts dagegen. Bin gespannt was aus dem Projekt wird. Es gibt ja nicht gerade wenige Hersteller in dem kleinen Teich ;-).
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Beitragvon megasunnyboy » 20. Apr 2015, 22:41

wir hatten bereits eine echt gute Diskussion über das Thema Motoren. Einige haben deutliches Interesse an Diesel gezeigt und wir werden dies in unser Projekt einfliessen lassen.

Aktuell bin ich daran interessiert zu erfahren, wieviel Zeit ihr mit Wakeboarden vs Wachrufen verbringt. Könnt ihr das in % sagen?

Gruss
Jürgen
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Beitragvon KTM525 » 29. Apr 2015, 09:23

2010 war das Wakeboarden vs Wakesurfen bei uns ca. 80:20, heute liegt es bei 50:50.
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Beitragvon hothot » 3. Mai 2015, 16:27

Hi,

bei uns sind es 100 Std/Saison,
davon 75 Std Wakeboard, 20 Wakeskate und 5 Wakesurfer.

Hauptgrund für den geringen Anteil Wakesurfen ist die furchtbare Wirtschaftlichkeit.
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Beitragvon hothot » 3. Mai 2015, 17:12

Hi,

in Deiner Gruppe schreibst Du, dass Du für alle Anregungen offen bist.

Daher schreib' ich mal, was ich bei den US-Booten vermisst habe, als ich 2011 ein WB-Boot gesucht habe.

Vorweg: Die US-Boote sind meiner Meinung nach durchweg gut, bieten aber allesamt Raum für Verbesserungen vor allem in der Alltagstauglichkeit, was zugegeben dann auch wieder mit unterschiedlichen Ansprüchen von US- und z. B. europäischen Kunden zusammenhängt.

Es gab 2011 ausschliesslich Benziner als Antrieb, wobei in der 20-Fuss-Klasse der Einbau einer LPG-Anlage aus Platzgründen nicht immer möglich war. (Der Wechsel des Motorenanbieters bei MasterCraft von Indmar zu Ilmor hat das Problem sogar verschärft.)

Ich hab' mich 2011 auch wie der erste Mensch gefühlt, der nach Diesel fragt. War jedenfalls nicht im Angebot, kaum geeignete Aggregate zur Nachrüstung am Markt und die Preise einfach nicht realistisch.
Inzwischen ist obendrein VW marine noch vom Markt.

Wo die US-Boote schwächeln ist ein ganzheitliches Schallschutzkonzept (das V8-Geblubber ist einfach nur nervig; je leiser, desto besser für mich), abschliessbarer Stauraum und was ich "Wassermanagement" nenne, d.h. bei normalem Gebrauch läuft Wasser hin wo es nicht soll.

Bei unserer X2 z. B. läuft bei Regen Wasser an der hinteren Towerbefestigung ins Boot, die Polster entlang bis zur hinteren Sitzbank und von dort schliesslich buchstäblich über das Getriebe in die Bilge.

Weiterhin läuft beim öffnen der nassen Heckstaufächer (wie z. B. nach dem Wakeboarden der Fall) beim Aufmachen Wasser in die Heckstaufächer links und rechts vom Motor auf den Teppich.
Ist für mich ein klarer Konstruktionsfehler, weil das Wasser da nicht einfach wegzuwischen ist und bei Wasserliegern im Zweifel bis zum Saisonende dort bleibt und Schimmelbildung des Teppichs begünstigt.
Belüftung ist auch nicht möglich, da die Stauräume ja vor Anbringen der Persenning wieder geschlossen werden müssen.

Ein weiterer Punkt: Das Reinigen unseres vorigen Bootes hat bei identischen Abmessungen 1/2 Tag gedauert; bei der X2 sind wir viermal so lange beschäftigt.
Bedeutet in der Praxis 2 Tage Urlaub in der Saison nur fürs Reinigen und die vielen Ecken und Winkel ärgern einen jedes Mal aufs Neue.

Ich hab' mich schon bei dem Gedanken erwischt, am liebsten die Konstrukteure mit einem Zettel für Verbesserungsideen in der Hand ihr eigenes Boot von oben bis unten reinigen zu schicken. ;-)
Das nächste von ihnen entworfene Boot würde bestimmt viel besser in der Hinsicht.
Ist echt ein Punkt bei uns.

Wo die neuen US-Boote in der Alltagstauglichkeit dagegen stark sind, ist die Möglichkeit der Ausrichtung der Passagiere nach hinten, die klappbaren Tower und die zahlreichen Ausstattungsfeatures, die das Boot komplett vom Steuer aus bedienbar machen.

In der Praxis hat meiner Erfahrung nach nämlich häufig nur einer an Bord die volle Ahnung und fährt den Rest ein wenig spazieren.
Als Beispiel weiss bei uns kaum einer, wie etwa die Trimmklappen fürs Wakeboarden, Wakesurfen etc. stehen müssen oder worauf man im Umgang mit der LPG-Anlage achten muss.

Ausserdem sind die Bootsgewichte nicht unbedingt an europäischen Standards ausgerichtet, so dass man nur eine recht kleine Auswahl an Zugfahrzeugen hat.

Hoffe, das hilft Dir.

Die Idee, ein europäisches Produkt am Markt zu platzieren ist jedenfalls klasse und Luft, sich von den US-Produkten abzuheben, gibt es m. E. durchaus. ;-)
Zuletzt geändert von hothot am 4. Mai 2015, 11:10, insgesamt 1-mal geändert.
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Beitragvon megasunnyboy » 4. Mai 2015, 09:19

@ hothot: danke für das Feedback, ist immer hilfreich und bin ich offen.

Würde mich freuen, wenn es noch weitere Mutige gibt, dir ihr Feedback abgeben. Hier der gerne auf der Facebook-Site.
Danke.
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Beitragvon hothot » 4. Mai 2015, 09:28

Danke fürs Aufnehmen in die facebook-Gruppe (TH). ;-)

Drücke die Daumen, dass das Projekt realisiert wird.
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Beitragvon KTM525 » 4. Mai 2015, 21:02

Es gibt ja so viel zu sagen ;-), nach 350h auf dem Supra 21v und 20h auf dem G21, da hat man schon ein paar Vorstellungen was gut gelöst ist und was nicht. Oft merkt man gleich ob es einem passt oder nicht, und ich gebe "hothot" recht, manchmal ist man sich nicht sicher ob die Konstrukteure und Hersteller mit dem Boot wirklich aufs Wasser gehen. Aber insgesamt ist der Unterschied 2008 -> 20014 schon recht gross. Die Hersteller haben fortschritte gemacht, auch in der Konstruktion. Alles massiver gebaut.

Motor
Ob es nun ein Diesel ist oder ein Benziner ist mir egal. Die Leistung muss stimmen, der Preis muss stimmen und die Abgase müssen ins Wasser, nicht das der Surfer noch grün anläuft. Ob ich nun 15 oder 22l pro h Sprit verbrauche ist mir praktisch egal, macht nur einen kleinen Teil der Kosten aus die ich hier habe.

Ballast
So viel wie nötig, so schnell wie möglich und subfloor. Natürlich wäre es cool vorne und hinten gleich Anschlüsse für zusätzlichen Ballast zu haben, wo man die Pumpe gleich auch vom Cockpit aus steuern kann.

Surfsystem
Ein muss für mich, ohne Surfgate, NSS und Co. würde ich kein Boot mehr kaufen.

Klar, die Welle für das Surfen und Wakeborden ist super wichtig. Doch manchmal sind es die kleinen Dinge die einem das Leben leichter oder schwerer machen. Meine persönliche Meinung.

Teppich (überall)
Einer der kleinen Gründe wieso ich aktuell keine 22VLX habe ist der Teppich. Die Malibu 22VLX hat überall Teppich, ich mag das gar nicht. Schwer zu reinigen, trocknet schlecht unter der Blache... ist sicher ok wenn man es in der Garage parkt. Aber den Sommer lang auf dem Wasser....

Abfalleimer
Ich glaube es kaum das ich das nun sage, aber das Teil auf dem G21 ist so genial platziert. Das ist wirklich ein plus, das Boot voller Leute und keinen Abfallsack rumliegen haben zu müssen, super.

Was aktuell bei der G21 fehlt ist ein "Wet Storage", also ein Ort wo man die nassen Neoprens, Westen etc. verstauen kann, ohne gleich das Boot komplett nass zu machen.

Switches
Batterie Switch, Sicherungen.. das sollte alles gut platziert sein. Wieso man das lange zeit so versteckt hat ist mir ein Rätsel. Die G21 ist da vorbildlich.

Racks
Platz für die Wakeboards und Surfboards.. hat man irgend wie immer zu wenig. Surfpockets auf dem Bimini sind eine Hilfe.

Wakeview Seating
Absolut ein muss, die Leute wollen die Aktion sehen und es bequem haben.

Was ist zum Beispiel überhaupt nicht brauche sind Dinge die den Platz im Boot "verkleinern" wie...

- eingebauter Kühlschrank, nimmt meistens wirklich nur Platz weg.

Wenn das Boot eine Hammer Welle generiert und die Funktionen praktisch sind, und nicht nur glänzen, dann ist man sicher auf dem richtigen Weg ;-).

Cheers, KTM525

Btw. Gute, zuverlässige Händler sind ein absolutes k.o. Kriterium. Die Saison ist kurz und da sollten Reparaturen etc. schnell gehen...
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Beitragvon hothot » 5. Mai 2015, 09:12

@KTM525:
Die G21 interessiert mich jetzt noch mehr als vorher schon. Du scheinst ja zufrieden zu sein. ;-)

Gibt es die für einen 5-stelligen Betrag oder wird das 6-stellig (ob EUR oder CHF ist ja im Moment fast egal)? Wo hast Du sie gekauft?
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Beitragvon KTM525 » 6. Mai 2015, 18:14

ja, ich bin zufrieden mit der, auch nicht perfekten, G21 - mehr im pm.
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Beitragvon hothot » 7. Mai 2015, 21:41

Hab' kurz geantwortet. Danke für die Infos!
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