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HEYDAY

Themen rund ums Wakeboarden am Boot

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Beitragvon erik » 5. Okt 2018, 09:36

Habe gestern bei uns im Hafen ein Boot der Firma HEYDAY gesehen. Sah aus wie ein Wakeboardboot.
Nach einer Suche im Internet hab ich die dann auch gefunden. Sind low budget Wakesurf und Wakeboard Boote. Hat jemand Erfahrung damit? Vergleiche?
erik
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Beitragvon erik » 17. Okt 2018, 12:22

Hallo, nachdem von der Community nicht so viel bis gar kein Input kommt will ich das Boot hier mal schnell vorstellen nachdem ich eine Probefahrt vereinbaren konnte.

Ich hab Montag ein paar Freunde eingepackt und dann ging es los:

- Die Verarbeitung des Bootes war gut, man konnte keine Ecken finden an denen etwas hingehuddelt war, so wie man es oft bei günstigeren Booten sieht. Die Polsterung ist standardmäßig aus diesem neuen "Stoffbezug" den ich wesentlich sinnvoller finde wie das Kunstleder. Er ist atmungsaktiv, leicht zu reinigen und wasserfest. Der Boden, die Plattform und alle Flächen auf denen gelaufen werden könnte sind mit SEAdeck beklebt. Das Boot lag jetzt einen Sommer im Wasser, hier ist aber noch keine Ablösung des Klebers zu sehen, ich weiß aber von einer Malibu an der wir manchmal fahren das das Zeug, zumindest an der Plattform nach 3 Jahren anfängt sich zu lösen. Das wird hier, zumindest auf der Plattform, genauso kommen.
Sämtliche Bereiche im Boot sind beleuchtet, Becherhalter, Plattformbereich und Tower ebenso.
Die Unterbringung der Batterie im Bug (obwohl im Motorraum jede Menge platz wäre) fand ich etwas unnötig, da dadurch Stauplatz verloren geht. Die Polsterflächen sind nicht alle mit Gasdruckdämpfern und Scharnieren ausgestattet, aber das sieht man ja auch auf Youtube wenn man nach den Booten schaut. Ein Polsterteil im vorderen Bereich ist immer verrutscht weil meiner Einschätzung nach die Arretierung falsch war.

- Die Bedienung erfolgt über wertig aussehende Kippschalter für Lichter/Bilgenpumpe/Balastpumpe/Trimmklappe. Wobei ich bei letzerer noch den Sinn herausfinden muss.
alles weitere ließ sich an dem Testboot über das Mercury eigene Display bedienen. Alternativ kann man es wohl auch mit einer Schnittstelle für Android Tablets bestellen und dann alles außer dem Tempomat über eine App steuern/einsehen. Der Tempomat ist in dieser Version dann anstelle der Uhr im Armaturenbrett verbaut.

- Die Fahreigenschaften mit dem 320 PS Standardmotor entsprechen einem Standard Wakeboardboot. Der Motor ist durchaus ausreichend für dieses doch etwas kleinere Boot. Wir hatten das WT-1SC mit 5 Erwachsenen und Material bestückt. 9 Personen sind zugelassen. Aber die Power hat sie.

- Die Welle, das wichtigste Kriterium bei diesem Test und dieser Art von Booten, hat mich überrascht gerade weil das Boot ja relativ klein/leicht ist. Natürlich war die Welle zum surfen nicht riesengroß, aber sie war mit einseitigem Ballast ausreichend surfbar. Die Videos auf youtube sind also keineswegs übertrieben. So richtig große Wellen wird dann wohl die etwas größere WT-2 oder am Ende die nicht offiziell für den europäischen Markt gedachte WT-surf bringen. Aber für das Geld und die handliche Größe (Trailern, slippen, unterbringen) war das auf jeden Fall beachtlich.
Die Wakeboardwelle habe ich direkt mit vollem Ballast getestet da wir nach dem surfen nicht mehr viel Zeit hatten um rum zu probieren. Was die Form betrifft kann ich keine klare Meinung abgeben, von der Höhe her würde ich sie wie die an einer Malibu VLX ohne Ballast und Wedge sehen.
Von der Härte her fand ich sie allerdings etwas weicher, was aber auch am shape liegen könnte.

Fazit: für das Geld (WT-1SC knapp 60000€ neu) bekommt man allerhand geboten und hat schon ein vollwertiges Wakeboardboot. Genauso wie die anderen etablierte Hersteller aus USA gibt es auch hier Vor- und Nachteile.
Aber der zu erwartende Wertverfall innerhalb der ersten 10 Jahre im Vergleich zum Wertverfall eines etablierten Wakeboardbootes bei mindestens doppeltem Anschaffungspreis wäre für mich ein Argument zum Kauf.
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erik
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